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DIE ABENTEUER DES RABBI JACOB (Wiederaufführung)
Genre:Komödie, Filmklassiker
Länge:96
Schauspieler:Louis de Funes, Suzy Delair, Marcel Dalio, Claude Giraud, Renzo Montagnani, Henry Guybet, Miou-Miou
Regie:Gerard Oury
Erscheinungsjahr:1973
Internet:
Beschreibung:Nach 45 Jahren erstmals in Digital im Kino!
Der Chauffeur des Fabrikanten Buntspecht verursacht bei der Fahrt zur Hochzeit von Buntspechts Tochter einen Unfall und verweigert weitere Aktivitäten unter Hinweis auf den bevorstehenden Sabbat. Solchermaßen darüber aufgeklärt, dass sein Chauffeur Jude ist, sieht sich Buntspecht gezwungen, ihn zu feuern und selbst Hilfe zu suchen. In einer Kaugummifabrik stört er dadurch die Erschießung des arabischen Revolutionärs Slimane, der seine Entführer töten kann. Buntspecht muss mit Slimane fliehen. Auf dem Flughafen Orly stehlen sie zwei Rabbinern die Kleidung und werden mit ihren Opfern verwechselt.
Letzter gemeinsamer Film von Regisseur Gérard Oury und Louis de Funès ("Die große Sause"). De Funès darf sich als rassistischer Fabrikant Buntspecht als Rabbiner verkleiden und muss mit einem Muslim zusammenarbeiten, um seine Haut zu retten. Das temporeiche Spiel mit Stereotypen bietet ein Feuerwerk an Ideen und ist mit dem Ruf behaftet, der Film mit der höchsten Gagdichte zu sein. Aufs Korn genommen werden Religionen, Rassismus und Terrorismus, womit offenbar nicht jeder glücklich war: Oury erhielt seinerzeit Schmähbriefe und Todesdrohungen.
Ein kleiner, hektischer Kerl, der ständig an der Grenze des Herzinfarktes balanciert, mit seiner wilden Gestik sogar einen Felsen nervös macht und dessen Gesichtsausdruck sich auf der Skala von "leicht überfordert" über "schwer genervt" bis "völlig aus dem Häuschen" rasend schnell auf und ab bewegt: Das war Louis de Funès, Held zahlloser herrlicher Slapstick-Komödien, von denen so manche mehr an Situationskomik, Storyline und Dialogregie-Geniestreichen enthält als zehn Hollywood-Lachfetzen zusammengenommen. Gott sei Dank müssen diese Perlen des leichten Kinos nicht komplett in den Untiefen des TV-Sonntagnachmittags verschwinden. Mit Die Abenteuer des Rabbi Jacob kommt jetzt einer der schönsten de-Funès-Filme wieder ins Kino! Louis spielt hier den steinreichen Fabrikanten Victor Pivert, engstirnig und rassistisch, der auf dem Weg zur Trauung seiner Tochter ausgerechnet vom arabischen Oppositionspolitiker Slimane als Geisel genommen wird, der wiederum von einem Killerkommando aus seiner Heimat verfolgt wird. Auf der Flucht vor der Polizei, die leider nicht so zwischen Geiselnehmer, Geisel und Killer unterscheidet, wie das Pivert gerne hätte, verkleiden sich die beiden, um die gefährlichen Verfolger zu verwirren, als jüdische Rabbiner - und werden in Paris prompt für den berühmten Rabbi Jacob und seinen Schüler gehalten und von der orthodoxen jüdischen Gemeinde begeistert empfangen. Nun ist das Chaos perfekt: Der Rassist Pivert steckt völlig überrumpelt als Freund eines Arabers mitten in jüdischen Feierlichkeiten, dazwischen ruft noch ständig Piverts keifende Frau am Autotelefon an, der man die Situation natürlich nicht wirklich plausibel näherbringen kann, und das Fräulein Tochter scheint auch nur Schwierigkeiten zu machen. Kurz: ein absoluter Wahnsinn für den armen Louis - dafür der maximale Genuß fürs Kinopublikum. Gut festhalten und genießen!
(aus "Skip")


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