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Film-Archiv



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360
Genre:Drama, Episodenfilm
Länge:110
Schauspieler:Rachel Weisz, Jude Law, Anthony Hopkins, Ben Foster, Moritz Bleibtreu
Regie:Fernando Meirelles
Erscheinungsjahr:2012
Internet:
Beschreibung:Ein Mann beschließt während einer Geschäftsreise, nicht fremdzugehen – eine Entscheidung, die eine Reihe bewegender und dramatischer Ereignisse rund um den Erdball nach sich zieht.
360 verwebt Liebesgeschichten und Beziehungen von Menschen aus unterschiedlichen Metropolen der Welt elegant und unterhaltsam zu einer einzigen romantischen Erzählung über die Liebe und das Leben im 21. Jahrhundert. Alle Protagonisten sind getrieben von Wünschen und Sehnsüchten; sie lieben, träumen, sind glücklich oder traurig, rastlos auf der Suche und voller Widersprüche; jeder lebt sein Leben, so gut er es vermag – und doch sind all diese Leben miteinander verbunden. Ein Blick auf die moderne Welt wie durch ein faszinierendes und mitreißendes Kaleidoskop.
Fernando Meirelles drehte seine lose an Arthur Schnitzlers „Reigen“ angelehnte Geschichte in großen Teilen in Wien und versammelt vor seiner Kamera Spitzenstars wie Anthony Hopkins, Rachel Weisz, Jude Law, Ben Foster, Moritz Bleibtreu oder Johannes Krisch. Kunstvoll verwebt Meirelles neun amouröse Geschichten von Menschen rund um den Erdball, die jedoch alle zusammenhängen und in einer 360-Grad-Drehung wieder zu ihrem Ausgangspunkt nach Wien zurückkehren.

Meirelles hantiert dabei gekonnt mit seinem Material; er lässt seinen unterschiedlichen Figuren genug Raum zur Entfaltung, und nur selten fehlt es einem an Tiefe in ihrer Zeichnung. Jedoch kann man Meirelles Ansinnen nach einer möglichst umfassenden Darstellung amouröser Verquickungen nur schwer konzentriert folgen, weil „360“ geradezu gespickt ist mit großen Namen. Der Star-Appeal des Films wird ihm vielleicht an der Kinokasse helfen, nicht jedoch bei einer stringenten, fokussierten Erzählung. Filme wie diese sind zumeist am besten, wenn sie mit unbekannten Gesichtern besetzt sind, die große Authentizität besitzen. Jedoch: „360“ ist keineswegs missraten; der Film entfaltet aller bekannten Gesichter zum Trotz eine Stimmigkeit, in manchen Episoden geradezu eine wunderbare Sogwirkung.

4 Monate, 3 Woche, 2 Tage
Genre:Drama; Goldene Palme 2007 in Cannes
Länge:113
Schauspieler: Anamaria Marinca, Laura Vasiliu, Vlad Ivanov, Alex Potocean, Luminiţa Gheorghiu
Regie:Christian Mungiu
Erscheinungsjahr:2007
Internet:
Beschreibung:4 Monate, 3 Wochen und zwei Tage“ gewann in Cannes die Goldene Palme und ist für den Europäischen Filmpreis nominiert. Regisseur Cristian Mungiu schafft es in dem erschütternden Drama, das Lebensgefühl während der Ceausescu-Diktatur in Rumänien ganz ohne Politik und Geheimpolizei auf die Leinwand zu bringen. Am Schluss des Films verlangt Otilia von ihrer Freundin, dass sie nie wieder über ihr Erlebnis reden. Mungiu geht den umgekehrten Weg: Im ersten Film einer geplanten Serie über den Alltag im Kommunismus zerrt er mit beispielloser Vehemenz Dinge ans Tageslicht, an die sich wohl viele Zeitgenossen erinnern können, über die aber der Mantel der Scham gehüllt war.

Zwei Jahre vor dem Sturz des rumänischen Diktators liegt das Land in fast völliger Dunkelheit – abends gibt es kaum Straßenbeleuchtung, um Strom zu sparen. Das Gas wird tagsüber abgedreht, die Mutter von Otilias Freund Adi muss ihren Geburtstagskuchen also früh backen. Ohne Bestechung mit westlichen Konsumartikeln läuft im Alltag nichts mehr: Otilia kann ein Hotelzimmer nur mit Hilfe einer Packung Zigaretten der Schlüsselmarke Kent mieten. Seit 1966 ist Abtreibung verboten, und das in einem Land, in dem es die Pille nicht gibt.

Der Regisseur konfrontiert zwei junge Frauen Anfang 20, Mädchen im Grunde noch, mit einer zerbrechenden Gesellschaft, die das Beste was sie haben, Unschuld und Vertrauen, nicht unterstützen kann. Die schwangere Gabita ist ein bisschen zu verträumt und zu naiv für diese Welt, so dass sich ihre blonde Freundin Otilia zur beschützenden Managerin entwickelt hat. Sie ist rhetorisch kompetent, sie feilscht, verhandelt, bleibt stets freundlich und kalkuliert ihre Worte mit großer Akribie. Und dennoch sind permanente Demütigungen unumgänglich. Weil Otilia etwas braucht, ist sie schon an der Hotelrezeption unterlegen. Die größte Kraft entfaltet Mungius Drama in den brutalen Dialogen, die einem einzigen Schema folgen: Wie kann der Gesprächspartner unter Druck gesetzt, ja gar mit Tatsachenverdrehung entmachtet werden?

Herr Bebe perfektioniert diese Art der Argumentation. Während er im Hotelzimmer die verbale Schlinge um Gabita und Otilia zuzieht, vergisst man fast, weiter zu atmen. Es ist aber keineswegs so, dass der Film den moralischen Zeigefinger hebt. Im Stil einer Dokumentation folgt die Kamera Otilia auch zur Geburtstagsfeier im Elternhaus ihres Freundes, wo belanglos geplaudert wird. Die bleierne Schwere, die die Zuschauer so schnell nicht wieder loslässt, erhält aber nur neues Gewicht durch diesen Zwiespalt zwischen behaupteter Behaglichkeit und dem versteckten Kampf der beiden Freundinnen, nicht unter die Räder zu kommen.

Die Stilmittel des Films haben sicherlich auch zur Preisverleihung in Cannes beigetragen. Um Authentizität bemüht, ließ Mungiu die meisten Szenen in einer einzigen Einstellung filmen. Das hat zur Folge, dass Dialoge oft mit Blick auf eine einzige Person verfolgt werden, während die andere aus dem Off spricht. Mungiu verwirklichte auch seinen Spleen, die Sprache fern von antrainierter Mikrofondeutlichkeit aufzunehmen. Und dann ist da noch die Farbe, die in ihrer Blässe die Bedrückung der Charaktere pointiert. In den Außenaufnahmen sind Schneereste zu sehen – Symbole von Kälte und Auszehrung.

Kontrovers bis über die Schmerzgrenze hinaus variiert die Handlung die Zerstörung von Leben, vom abgetriebenen Fötus bis zu den Blessuren auf den Seelen der jungen Frauen. Ihre gesellschaftliche Initiation kostet einen entwürdigend hohen Preis. Kein Film für schwache Nerven, doch ein Kunstwerk, das in seiner Schonungslosigkeit sozusagen Realität komprimiert.

40 Tage und 40 Nächte
Genre:Komödie
Länge:0
Schauspieler:Josh Hartnett, Shannyn Sossamon
Regie:Michael Lehmann
Erscheinungsjahr:2002
Internet:
Beschreibung:Da Matt (Josh Hartnett), ein ebenso gutaussehender wie erfolgreicher Webdesigner, nicht über die Trennung von seiner Ex-Freundin Nicole (Vinessa Shaw) hinweg kommt. Versucht er zuerst mit unzähligen One-Night-Stands , die Leere in seinem Leben zu verdrängen, doch sein Unterbewusstsein macht da schon bald nicht mehr mit. Da fasst Matt den Entschluss, sich 40 Tage und 40 Nächte lang sämtlicher sexueller Aktivitäten zu enthalten um so mit sich selbst ins Reine zu kommen. Zu dumm nur, dass ihm ausgerechnet jetzt im Waschsalon sein Traumgirl Erica (Shannyn Sossamon) über den Weg läuft, vor der er sein Keuschheitsgelübde natürlich geheim hält. Erst durch einen Zufall erfährt Erica, dass Matts Kumpel längst eine lukrative Internet-Wette auf Matts Scheitern am Laufen haben...

42 plus-
Genre:Beziehungsdrama; österr. Film; Frauenfilm
Länge:95
Schauspieler:Claudia Michelsen, Ulrich Tukur, Petra Morzé, Tobias Moretti, Vanessa Krüger, Jakob Matschenz, Mario
Regie:Sabine Derflinger
Erscheinungsjahr:2007
Internet:
Beschreibung:Christine, 42, eine attraktive Medienfrau (Claudia Michelsen) mit beruflich erfolgreichem Ehemann (Ulrich Tukur), pubertierender Tochter (Vanessa Krüger) und heimlichem Liebhaber (Tobias Moretti), begegnet während eines Familienurlaubes im sonnigen Italien dem jungen Tamaz (Jacob Matschenz) und ist sofort von ihm fasziniert. Während Tochter Sonja unbeschwert die erste Liebe ihres Lebens genießt, wird auch der Mutter bewusst, dass sie mit 42 keineswegs am Ende ihrer Wünsche und Sehnsüchte steht. Mit ungebremster Leidenschaft lässt sich Christine auf eine sexuelle Beziehung zu Tamaz ein und setzt damit alles aufs Spiel, nicht zuletzt, um das Leben wieder intensiv zu spüren.
"Irgendwann müssen wir uns damit abfinden, dass wir nur Teile unserer Lebenswünsche leben können. Ich frage mich, ob es daran liegt, dass unsere Imaginationskraft zu groß oder zu klein ist, dass wir mehr Zeit mit der Glückssuche, als mit dem Glück selbst verbringen." (Sabine Derflinger)

42plus
Genre:Ehea
Länge:0
Schauspieler:
Regie:
Erscheinungsjahr:2000
Internet:
Beschreibung: