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30 über Nacht
Genre:Komödie
Länge:97
Schauspieler:Jennifer Garner, Mark Ruffalo, Judy Greer, Andy Serkis, Christa B. Allen, Sam Ball, Phil Reeves, Ale
Regie:Garry Winick
Erscheinungsjahr:2004
Internet:
Beschreibung:Wir schreiben das Jahr 1987, und Jenna Rink (Christa B. Allen) hat keinen Bock mehr auf's Teenie-Dasein. Die Zahnspange nervt, nichts darf man, und obendrein wird sie ausgerechnet zum 13. Geburtstag von der gemeinsten Mädchenclique ihrer Schule mächtig in die Pfanne gehauen. Nichts wünscht sich Jenna deshalb mehr, als endlich erwachsen zu sein. Als sie nach einer Prise "Wishing Dust" im Jahr 2004 in einem heißen New Yorker Designerapartement erwacht, gibt's allerhand zu entdecken für die 13-Jährige im Körper eines Glamour Girl (Jennifer Garner).

Beim neusten Streich des Autorenteams von "Was Frauen wollen" grüßen Bodyswitch-Komödien der 80er, passenderweise ummantelt mit Hits der 80er, um jede Ecke.

3000 SEELEN - Episoden aus Katsdorf
Genre:Dokumentation
Länge:55
Schauspieler:
Regie:Johannes Pröll
Erscheinungsjahr:2013
Internet:
Beschreibung:Der Katsdorfer Filmemacher und Regisseur Johannes Pröll sammelt seit einigen Jahren Filmmaterial, das in und über Katsdorf entstanden ist.

In seinem Dokumentationsfilm "3000 Seelen" bekommen wir in den verschiedenen Episoden viele Eindrücke aus dem Gesellschaftsleben und der architektonischen Weiterentwicklung von Katsdorf zu sehen - vor allem aber Menschen, die das Katsdorfer Leben geprägt haben. Katsdorferinnen und Katsdorfer reflektieren in Interviews die Entwicklung der Gemeinde und entwerfen ein Bild ihrer Heimat. Im Zentrum stehen die Menschen und die vielen Gesichter des Dorfes.

3096 Tage
Genre:Drama
Länge:105
Schauspieler:Jaymes Butler, Thure Lindhardt, Antonia Campbell-Hughes
Regie:Sherry Horimann ("Wüstenblume")
Erscheinungsjahr:0000
Internet:http://www.3096tage.de/#/home
Beschreibung:Natascha Kampusch (als Kind: Amelia Pidgeon) ist 10 Jahre alt, als sie 1998 auf dem Schulweg von dem Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil (Thure Lindhart) entführt wird. Sie wird von ihm achteinhalb Jahre lang in einem unterirdischen Verlies gefangen gehalten. 2006 gelingt Natascha (erwachsen: Antonia Campbell-Hughes) die Flucht, und Wolfgang Priklopil nimmt sich das Leben. Nach Natascha Kampuschs Selbstbefreiung gerät ihre Entführung ins Zentrum politischer Machtspiele und sensationslüsterner Berichterstattung der Medien. Sie wird in Talkshows eingeladen und gelangt zu einer schier unglaublichen Berühmtheit. Die gesamte Nation interessiert sich für das Schicksal der Natascha Kampusch. Doch bald schon stellt sie fest, dass ihr Weg in die Freiheit noch lange nicht vorbei ist.

360
Genre:Drama, Episodenfilm
Länge:110
Schauspieler:Rachel Weisz, Jude Law, Anthony Hopkins, Ben Foster, Moritz Bleibtreu
Regie:Fernando Meirelles
Erscheinungsjahr:2012
Internet:
Beschreibung:Ein Mann beschließt während einer Geschäftsreise, nicht fremdzugehen – eine Entscheidung, die eine Reihe bewegender und dramatischer Ereignisse rund um den Erdball nach sich zieht.
360 verwebt Liebesgeschichten und Beziehungen von Menschen aus unterschiedlichen Metropolen der Welt elegant und unterhaltsam zu einer einzigen romantischen Erzählung über die Liebe und das Leben im 21. Jahrhundert. Alle Protagonisten sind getrieben von Wünschen und Sehnsüchten; sie lieben, träumen, sind glücklich oder traurig, rastlos auf der Suche und voller Widersprüche; jeder lebt sein Leben, so gut er es vermag – und doch sind all diese Leben miteinander verbunden. Ein Blick auf die moderne Welt wie durch ein faszinierendes und mitreißendes Kaleidoskop.
Fernando Meirelles drehte seine lose an Arthur Schnitzlers „Reigen“ angelehnte Geschichte in großen Teilen in Wien und versammelt vor seiner Kamera Spitzenstars wie Anthony Hopkins, Rachel Weisz, Jude Law, Ben Foster, Moritz Bleibtreu oder Johannes Krisch. Kunstvoll verwebt Meirelles neun amouröse Geschichten von Menschen rund um den Erdball, die jedoch alle zusammenhängen und in einer 360-Grad-Drehung wieder zu ihrem Ausgangspunkt nach Wien zurückkehren.

Meirelles hantiert dabei gekonnt mit seinem Material; er lässt seinen unterschiedlichen Figuren genug Raum zur Entfaltung, und nur selten fehlt es einem an Tiefe in ihrer Zeichnung. Jedoch kann man Meirelles Ansinnen nach einer möglichst umfassenden Darstellung amouröser Verquickungen nur schwer konzentriert folgen, weil „360“ geradezu gespickt ist mit großen Namen. Der Star-Appeal des Films wird ihm vielleicht an der Kinokasse helfen, nicht jedoch bei einer stringenten, fokussierten Erzählung. Filme wie diese sind zumeist am besten, wenn sie mit unbekannten Gesichtern besetzt sind, die große Authentizität besitzen. Jedoch: „360“ ist keineswegs missraten; der Film entfaltet aller bekannten Gesichter zum Trotz eine Stimmigkeit, in manchen Episoden geradezu eine wunderbare Sogwirkung.

4 Monate, 3 Woche, 2 Tage
Genre:Drama; Goldene Palme 2007 in Cannes
Länge:113
Schauspieler: Anamaria Marinca, Laura Vasiliu, Vlad Ivanov, Alex Potocean, Luminiţa Gheorghiu
Regie:Christian Mungiu
Erscheinungsjahr:2007
Internet:
Beschreibung:4 Monate, 3 Wochen und zwei Tage“ gewann in Cannes die Goldene Palme und ist für den Europäischen Filmpreis nominiert. Regisseur Cristian Mungiu schafft es in dem erschütternden Drama, das Lebensgefühl während der Ceausescu-Diktatur in Rumänien ganz ohne Politik und Geheimpolizei auf die Leinwand zu bringen. Am Schluss des Films verlangt Otilia von ihrer Freundin, dass sie nie wieder über ihr Erlebnis reden. Mungiu geht den umgekehrten Weg: Im ersten Film einer geplanten Serie über den Alltag im Kommunismus zerrt er mit beispielloser Vehemenz Dinge ans Tageslicht, an die sich wohl viele Zeitgenossen erinnern können, über die aber der Mantel der Scham gehüllt war.

Zwei Jahre vor dem Sturz des rumänischen Diktators liegt das Land in fast völliger Dunkelheit – abends gibt es kaum Straßenbeleuchtung, um Strom zu sparen. Das Gas wird tagsüber abgedreht, die Mutter von Otilias Freund Adi muss ihren Geburtstagskuchen also früh backen. Ohne Bestechung mit westlichen Konsumartikeln läuft im Alltag nichts mehr: Otilia kann ein Hotelzimmer nur mit Hilfe einer Packung Zigaretten der Schlüsselmarke Kent mieten. Seit 1966 ist Abtreibung verboten, und das in einem Land, in dem es die Pille nicht gibt.

Der Regisseur konfrontiert zwei junge Frauen Anfang 20, Mädchen im Grunde noch, mit einer zerbrechenden Gesellschaft, die das Beste was sie haben, Unschuld und Vertrauen, nicht unterstützen kann. Die schwangere Gabita ist ein bisschen zu verträumt und zu naiv für diese Welt, so dass sich ihre blonde Freundin Otilia zur beschützenden Managerin entwickelt hat. Sie ist rhetorisch kompetent, sie feilscht, verhandelt, bleibt stets freundlich und kalkuliert ihre Worte mit großer Akribie. Und dennoch sind permanente Demütigungen unumgänglich. Weil Otilia etwas braucht, ist sie schon an der Hotelrezeption unterlegen. Die größte Kraft entfaltet Mungius Drama in den brutalen Dialogen, die einem einzigen Schema folgen: Wie kann der Gesprächspartner unter Druck gesetzt, ja gar mit Tatsachenverdrehung entmachtet werden?

Herr Bebe perfektioniert diese Art der Argumentation. Während er im Hotelzimmer die verbale Schlinge um Gabita und Otilia zuzieht, vergisst man fast, weiter zu atmen. Es ist aber keineswegs so, dass der Film den moralischen Zeigefinger hebt. Im Stil einer Dokumentation folgt die Kamera Otilia auch zur Geburtstagsfeier im Elternhaus ihres Freundes, wo belanglos geplaudert wird. Die bleierne Schwere, die die Zuschauer so schnell nicht wieder loslässt, erhält aber nur neues Gewicht durch diesen Zwiespalt zwischen behaupteter Behaglichkeit und dem versteckten Kampf der beiden Freundinnen, nicht unter die Räder zu kommen.

Die Stilmittel des Films haben sicherlich auch zur Preisverleihung in Cannes beigetragen. Um Authentizität bemüht, ließ Mungiu die meisten Szenen in einer einzigen Einstellung filmen. Das hat zur Folge, dass Dialoge oft mit Blick auf eine einzige Person verfolgt werden, während die andere aus dem Off spricht. Mungiu verwirklichte auch seinen Spleen, die Sprache fern von antrainierter Mikrofondeutlichkeit aufzunehmen. Und dann ist da noch die Farbe, die in ihrer Blässe die Bedrückung der Charaktere pointiert. In den Außenaufnahmen sind Schneereste zu sehen – Symbole von Kälte und Auszehrung.

Kontrovers bis über die Schmerzgrenze hinaus variiert die Handlung die Zerstörung von Leben, vom abgetriebenen Fötus bis zu den Blessuren auf den Seelen der jungen Frauen. Ihre gesellschaftliche Initiation kostet einen entwürdigend hohen Preis. Kein Film für schwache Nerven, doch ein Kunstwerk, das in seiner Schonungslosigkeit sozusagen Realität komprimiert.