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Film-Archiv



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Windtalkers
Genre:Drama, Kriegsfilm
Länge:0
Schauspieler:Adam Beach, Nicolas Cage, Peter Stormare
Regie:John Woo
Erscheinungsjahr:2002
Internet:
Beschreibung:1944: Im Pazifik tobt der Zweite Weltkrieg. Gegen den japanischen Feind setzt das US-Militär zunehmend Navajo-Indianer ein. Deren Sprache dient als Geheimcode und die amerikanischen Ureinwohner als lebende Dechiffriermaschinen. Die beiden Marines Jo Enders (Nicolas Cage) und Ox Anderson (Christian Slater) sollen zwei der so genannten "Code Talker" durch die feindlichen Linien führen und verhindern, dass sie in die Hände des Feindes fallen. Der Code muss mit allen Mitteln verteidigt werden. Dieser Befehl steht sogar über dem Leben der Indianer und das hat für die Beschützer im Notfall bittere Konsequenzen

WINNETOUS SOHN
Genre:Kinder-, Jugend- und Familienabenteuer
Länge:92
Schauspieler:Lorenzo Germeno, Tristan Göbel, Christoph Letkowski, Alice Dwyer, Katharina Marie Schubert, Tyron Ri
Regie:Andre Erkau
Erscheinungsjahr:2015
Internet:
Beschreibung:Vor drei Jahren legte André Erkau mit „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ ein höchst gelungenes Debüt vor, dessen Qualitäten er mit seinem neuen Film „Winnetous Sohn“ bestätigt. Erneut gelingt ihm eine überzeugende Mischung aus komischen und ernsthafteren Momenten, die diesmal im Rahmen eines schönen, komischen Kinderfilms erzählt werden.

Eigentlich hat der zehnjährige Max (Lorenzo Germeno) kaum etwas von einem Indianer: Ein bisschen pummelig, arg bleich und dann auch noch eine Brille auf der Nase. Doch was zählt, sind die inneren Werte, und da ist Max ein echter Häuptling. Sein großer Traum ist es, bei Indianerfestspielen die Rolle von Winnetous Sohn zu übernehmen, doch schon beim ersten Vorsprechen hat er den Regisseur (Uwe Ochsenknecht) mit seiner naseweisen Art zur Weißglut gebracht.

Dass Max als Indianer eine gute Figur abgeben wird, glaubt vor allem seine Mutter Birte (Alice Dwyer), die ihren Sprössling inzwischen alleine erzieht. Ihre Geduld mit Max Vater Torsten (Christoph Letkowski) war zu Ende, denn dieser ist zwar ein lieber Mensch, aber arg träge. Doch Max hofft noch, dass er seine Eltern wieder zusammenbringen kann und übersieht dabei lange, dass sich Birte längst in ihren Englischlehrer George (Tyron Ricketts) verliebt hat. Ganz im Gegensatz zum gleichaltrigen Morten (Tristan Göbel), ein melancholisches, fast zynisches Kind, mit dem sich Max anfreundet und den er mit seiner unverbrüchlich positiven Art langsam aus der Reserve lockt.

Als erster Film wurde „Winnetous Sohn“ mit dem Label „Der Besondere Kinderfilm“ ausgezeichnet, eine Förderinitiative von Fernsehen, Filmwirtschaft, und Filmförderungen von
Bund und Ländern, mit der die Produktion von Originaldrehbüchern gefördert wird. Und Originalität ist eine der größten Stärken eines Films, der in den Kulissen von Indianerfestspielen beginnt, immer wieder Anspielungen an Western-Typen und Geschichten einbaut, diese aber nie aufgesetzt in seine eigentliche Erzählung einfügt. Ganz beiläufig geht es um Werte wie Freundschaft und Ehrlichkeit, lernt Max im Lauf des Films seine Eltern und vor allem sich selber ein wenig besser kennen.

Ähnlich wie in seinem Debütfilm „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ gelingt André Erkau auch in „Winentous Sohn“ eine überzeugende Balance zwischen komischen, aber nie albernen Momenten, und ernsthaften Szenen, die nie ins pathetische abdriften. Zusammen mit seinem sympathischen Darstellerensemble gelingt ihm so ein sehenswerter, souverän gefilmter Kinderfilm, der ohne Frage besonders ist.

(aus "Programmkino.de")

WINNIE PUUH
Genre:Zeichentrickfilm von Walt Disney
Länge:70
Schauspieler:
Regie:Steve Anderson & Don Hall
Erscheinungsjahr:2011
Internet:
Beschreibung:Wieder einmal hat I-Aah seinen Schwanz verloren. "Also, entweder ist ein Schwanz da, oder er ist nicht da." bemerkt Winnie Puuh. "Und deiner ist eben nicht... da." Puuh und seine Freunde machen sich sogleich daran, I-Aah zu helfen und rufen zu einem munteren Wettbewerb auf, um einen schönen neuen Schwanz für den melancholischen Esel zu finden. Doch als Puuh auch Christopher Robin um Hilfe bitten will, merken die Bewohner des Hundert-Morgen-Waldes, dass ihr Freund verschwunden ist. Ein ominöses Schreiben veranlasst sie, das Schlimmste zu befürchten: ihr Freund wurde entführt! Sofort schickt die altkluge Eule die Bande auf eine kühne Mission quer durch den Hundert-Morgen-Wald, um Christopher Robin zu finden und ihn zu befreien. "Ein ziemlich aufregender Tag für einen Bären, der sich doch nur aufmachen wollte, um ein wenig Honig zu suchen", findet Puuh.

WINTERKARTOFFELKNÖDEL
Genre:Krimikomödie nach dem Bestseller von Rita Falk
Länge:96
Schauspieler:Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa-Maria Potthoff, Enzi Fuchs, Eisi Gulp, Sigi Zimmerschied, Jean
Regie:Ed Herzog
Erscheinungsjahr:2014
Internet:
Beschreibung:Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) ist ein leicht griesgrämiger bayrischer Provinz-Polizist, der sich von Leberkäsesemmeln und Omas (Enzi Fuchs) deftiger Hausmannskost (etwa "Winterkartoffelknödel") ernährt. Franz redet wie ihm der Mund gewachsen ist und ballert im Zorn schon mal die Stereoanlage seines Beatles-fanatischen Vaters kaputt. Zweite Verfilmung aus der kultigen Krimireihe von Rita Falk: Witzig, erdig und zutiefst sympathisch.

Mit dem Glück haben es die Neuhofers nicht so - kurz nacheinander kommen drei Familienmitglieder zu Tode. Während der Rest der Gemeinde von einer Reihe tragischer Unfälle spricht, glaubt Polizist Franz Eberhofer an eine Mordserie. Weil die Chefetage anderer Meinung ist, muss er halt auf eigene Faust ermitteln. Mit Rat und Tat steht ihm lediglich Ex-Kollege und Neo-Privatdetektiv Rudi (Simon Schwarz) zur Seite. Ganz nebenbei muss Franz auch noch das Herz seiner Ex-Flamme Susi (Lisa-Maria Potthoff) zurückgewinnen. In einer Nebenrolle ist Dirk Stermann zu sehen.

Zufälle gibts, das gibts gar nicht. Als im beschaulichen Niederkaltenkirchen gleich drei Mitglieder der Familie Neuhofer kurz hintereinander die Patschen strecken, ist vielleicht Dienststellenleiter Moratschek (Sigi Zimmerschied) mit der Unfall- bzw. Selbstmordtheorie zufrieden - man muss schließlich nicht hinter jedem Todesfall gleich einen Mord vermuten. Oder zwei. Oder drei. Aber der Eberhofer Franz (Sebastian Bezzel) gibt wiedermal keine Ruhe und ermittelt frech vor sich hin - leberkässemmelessend und mit der beflissenen Unterstützung von Privatdetektiv Rudi (Simon Schwarz), seinem ehemaligen Kollegen von der Kripo München. Und so entspinnt sich zwischen einer zerdatschten Leiche im saukalten Bayern und einem für den Eberhofer insgesamt recht unerfreulichen Auslandseinsatz im sonnigen Teneriffa ein Kriminalfall, wie er Freude macht. Wenn eine mysteriöse Femme fatale namens Mercedes (Jeanette Hain) mit Gas-Wasser-Heizungs-Notfall im stattlichen Anwesen auf den notgeilen Sanitärfachmann Flötzinger (genial: Daniel Christensen) trifft, wenn Dirk Stermann einen Kurzauftritt als als "Konzernwichtl" absolviert, wenn Eberhofers Oma (Enzi Fuchs) in Fahrt kommt oder wahlweise ein Nickerchen macht - dann ist man im weiß-blauen Krimi-Himmel gelandet!

WINTERNOMADEN
Genre:Dokumentation
Länge:90
Schauspieler:
Regie:Manuel von Stürer
Erscheinungsjahr:2012
Internet:
Beschreibung:Welcher gestresste Städter hat sich nicht schon mal aus dem Hamsterrad des Jobs hinaus auf eine ruhige Schafweide geträumt? Die Schafe grasen friedlich, die Hütehunde tollen herum, ein laues Sommerlüftchen weht einem um die Nase. Ein schöner Traum. Das wahre Schäfer-Leben jenseits solcher Schwärmereien ist eher nichts für Weicheier. Es findet auch bei Regen, Kälte und Schnee im Winter statt – und übt eine ganz eigene Faszination aus.

Pascal ist Mitte 50 und zieht seit 33 Jahren in den Wintermonaten als Wanderhirte durch die Westschweiz. Carole ist halb so alt wie er und erst seit kurzem dabei. 2 Menschen, 3 Esel, 4 Hunde und 800 Schafe. Gemeinsam legen sie in 4 Monaten über 600 Kilometer zurück. "Transhumanz" nennt sich diese eindrucksvolle Unternehmung, die der Dokumentarfilm Winternomaden begleitet. Schon während der Vorbereitungsphase des Filmprojekts hat Regisseur Manuel von Stürler eine komplette Wanderung mit Schafherde und Hirten mitgemacht. Das Vertrauen, das seine Protagonisten in dieser Zeit zu ihm aufgebaut haben, ist in den ruhig beobachtenden Bildern spürbar. Ebenso das Wissen des Filmemachers darum, was einen solchen Trek in der Essenz ausmacht. So lässt der Film mit respektvoller Zurückhaltung und gleichzeitig mit großer Nähe den Zuschauer am abenteuerlichen Alltag von Pascal und Carole teilhaben.

Bei der Transhumanz leben die beiden ein archaisches Nomadenleben, während sie durch die moderne Schweiz ziehen. Das ist weit entfernt von jener Art modischem Abenteuer-Trekking, zu dem zivilisationsmüde Städter gerne bis in den Himalaya jetten, um 14 Tage lang die neueste Outdoor-Funktions-Mode und High-Tech-Ausrüstung spazieren zu tragen. Das Schafehüten direkt vor der Haustür entpuppt sich als wahres Abenteuer für echte Natur-Burschen und Mädchen. Statt Windstopper, Gore-Tex und 4-Fach-Membran gibt es ein paar Lagen Wolle und Wollfilz gegen Kälte und Wind. Gegen Nässe helfen gute alte Gummihosen und Regencapes. Rund um die Uhr sind Pascal und Carole den unwirtlichsten Witterungen ausgesetzt. Ihre Hände – oft genug unbehandschuht, denn es muss ja ständig etwas angepackt werden – sprechen Bände.
Schafe hüten an sich kann auch bei Minusgraden recht schweißtreibend sein. 800 Tiere wollen erst mal in eine Richtung gelotst werden. Carole geht voraus und verfüttert Brot an die Leitschafe, die anderen folgen – mehr oder weniger. Am Ende der imposanten Karawane überwacht und korrigiert Pascal das turbulente Geschehen. Irgendwo dazwischen trotten die schwer beladenen Esel und die Hunde springen überall herum. Wenn das Chaos ausartet, wird der stille Pascal laut und brüllt Anweisungen und Zurechtweisungen in Richtung Carole. Ansonsten wirken die beiden wie ein eingespieltes Team. Über lange Zeit hält der Film in der Schwebe, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen. Mal wirken sie wie Vater und Tochter, dann wieder vertraut wie ein Paar. Zwei starke Charaktere, sehr bewusst in dem, was sie tun. Zwei sympathische Protagonisten, die in sich ruhen, nicht viele Worte machen und mit ihren Persönlichkeiten in ihren Bann ziehen.
Doch Winternomaden erzählt nicht nur davon, wie (und warum) zwei Menschen im Rhythmus der Natur mit den Tieren ihren Weg gehen. Quasi im Vorübergehen erzählt sich noch ein ganz anderes Drama: das der Zersiedelung ganzer Landstriche. Wo im letzten Winter noch Wiese war, versperrt jetzt ein Neubaugebiet den Weg. Schnellstraßen zerschneiden die Landschaft. Bauern wollen nicht, dass die Schafe über ihren Winterklee trampeln. Die Transhumanz wird Jahr für Jahr mehr zum Hindernislauf. Der Film findet bestechende Bilder für dieses unmittelbare Nebeneinander von Tradition und Fortschritt. Etwa, wenn Pascal und Carole mit den Eseln unter den Betonpfeilern der Autobahn Rast machen, oder die Schaf-Kolonne parallel zur Schnellstraße dahin trottet.

Ein Mal die Woche kommt der Schafbesitzer mit seinem Allrad getriebenen SUV und Anhänger angefahren und entführt die fettesten Schafe zum Schlachter. Von Lammkeule können Pascal und Carole nur träumen. Manchmal bringt ein Bauer ihnen ein warmes Essen vorbei, aber Pascal schnibbelt sich auch gerne nur ein Stück eiskalte Wurst zur Vesper herunter. Gelagert wird am Waldrand, unter einer aufgespannten Plane, lediglich ein paar Schaffelle schützen vor der Kälte der Nacht. Ein hartes Leben auf Zeit, das dem Menschen (und auch den Tieren) einiges abverlangt, aber trotz seiner Härte einen ganz eigenen Zauber entfaltet.
Winternomaden fängt diesen Zauber filmisch mit eindrucksvollen Bildern und viel Atmosphäre ein. Eine sehr zurückgenommene Filmmusik setzt einige Akzente, ansonsten vertraut Manuel von Stürler auf den Originalton. So ist sein Film weit davon entfernt, eine gefühlige Glorifizierung des Hirtenlebens zu sein. Vielmehr ist dem Regisseur mit seinem Debütfilm ein einfühlsamer und genau beobachteter Dokumentarfilm gelungen, der durch seine stille und stilsichere Art beeindruckt. Ausgezeichnet wurde er dafür unter anderem schon mit dem Preis für den besten Schweizer Dokumentarfilm und dem European Film Award für den Besten Dokumentarfilm. Für den Regisseur, der eigentlich Musiker ist, hoffentlich Ansporn genug, sich an ein weiteres Dokumentarfilm-Projekt zu wagen. Dokumentarfilme gibt es zwar viele, aber solche mit echten Kino-Qualitäten leider viel zu selten.